Mit dieser Umlage wird die bundesweite Wälzung der Kosten geregelt, die bei der Umstellung von L-Gas auf H-Gas bei den Netzbetreibern anfallen. Der Wälzungsbetrag für die Marktraumumstellung wird zusätzlich zu den Netzentgelten erhoben an den Ausspeisepunkten zu

  • direkt angeschlossenen Letztverbrauchern,
  • nachgelagerten Netzbetreibern,
  • Speichern und
  • an Ausspeisestellen an Grenzübergangs- und Marktgebietsübergangspunkten

Nach § 19a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) werden die bei der Marktraumumstellung anfallenden Kosten auf alle Gasversorgungsnetze in Deutschland umgelegt. Die Umlegung der Kosten des Umstellungsprozesses auf den Endverbraucher erfolgt mittels eines Modells zur Kostenwälzung. Vereinfacht dargestellt erfolgt eine Hochmeldung der durch die Umstellung entstehenden Kosten von den qualitätsumstellenden Netzbetreibern, i.d.R. Verteilernetzbetreiber an die Fernleitungsnetzbetreiber. Hierfür ist die Umstellung der Gasqualität gemäß § 19a Absatz 1 EnWG und § 8 Nr. 1 der Kooperationsvereinbarung im ersten Schritt durch den Fernleitungsnetzbetreiber zu veranlassen. Stellt der Netzbetreiber die Gasqualität dann um, hat er die Kosten vorerst selbst zu tragen. Anschließend können die Kosten entsprechend der in der Kooperationsvereinbarung getroffenen Regelung umgelagert werden, so dass sie letztendlich durch die Allgemeinheit getragen werden (vgl. § 19a Absatz 1 EnWG und § 10 Nr. 3 KoV).
Die Differenz zwischen Kosten und Erlösen aus der Umlage wird im Fall von Mehreinnahmen monatlich an Kooperationspartner mit Mindereinnahmen erstattet und umgekehrt. Fernleitungsnetzbetreiber mit einem Erlösüberschuss leisten dementsprechend Ausgleichszahlungen an Fernleitungsnetzbetreiber mit Kostenüberschuss.

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